Stell dir eine Welt vor, in der wieder alle singen

Stellt euch eine Welt vor, in der wieder alle singen

Um zu erkennen, ob der Mensch bei der Geburt lebt, ist das Erste, was er tut: Schreien. Nur so stellt der Arzt fest, dass ein Menschenkind lebt. Was passiert danach? Wenn wir schreien, sind wir unangenehme Zeitgenossen, schwer erträglich. Dabei wurde uns das Schreien doch direkt bei der Geburt mitgegeben :-D.

Nein, aber mal ernsthaft.

Das Lautwerden ist verpönt

Ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie sehr das Lautwerden verpönt ist. Natürlich redet jeder lieber in Ruhe. Aber manchmal ist es auch schön, über den Fußballplatz zu schreien, oder die Kinder zu rufen, weil sie mal wieder nicht an den Esstisch kommen.

Warum eigentlich nicht?

Muss ich alle Kinder jetzt anrufen, damit sie runterkommen?

Verdammt nochmal, ich liebe diesen Ruf auch irgendwie.

Er gibt mir Leben, er zeigt mir, dass ich lebe.

Es geht ja nicht nur ums Schreien, es geht auch um das Singen.

Eine Welt voller Gesang

Hier ein paar Gedanken.

Stellt euch eine Welt vor, in der die Menschen bei der Arbeit singen, der Hotelbesuch ist wie ein Musical, die Handwerker und Bauarbeiter auf der Straße singen und sind gut gelaunt, die Lehrerin singt, wenn sie Fragen beantwortet. Das ist eine Welt, wie sie früher war.

Woher ich das weiß?

Weil ich einen sehr archaischen Background habe, in dem ich das als Çepni-Türkin oft live miterlebt habe.

Wenn nicht geschrien wurde, wurde gesungen, wenn nicht gesungen wurde, wurde diskutiert und gestritten.

Frequenzen, die unser Leben bestimmen

Alles Töne, die uns beeinflussen. Frequenzen, die unser Leben bestimmen.

Jeder Ton formt deine Gegenwart und deine Zukunft, und wir geben den Tönen so wenig Beachtung.

Sogar jede Sprache hat ihre eigene Grundfrequenz und gibt der jeweiligen Sprache ihren Charakter.

Kann Italienisch noch Italienisch sein, wenn sich die Frequenz ändert?

Deswegen würde ich nie wollen, dass auf einmal die ganze Welt Yoga macht und meditiert. Warum sollte der Mensch nicht auch laut werden dürfen? Anscheinend ist das auch noch ein Teil von uns.

Kultur weiterleben lassen

Ich verändere meine Art zu sprechen, wenn ich mit meinen Eltern spreche. Ich mache es aber bewusst. Manchmal spreche ich auch mit Absicht wie meine Mutter, ungehobelt vor den Kindern, weil ich denke, ich lasse hier irgendwie auch noch ein Stück Kultur weiterleben.

Wenn ich zu meinen Söhnen auf Türkisch etwas zornig sage, „Du Esel“, schauen sie mich frech an und lachen und sagen, sie sind keine Esel.

Ich liebe es, in diese türkische Rolle zu schlüpfen, auch wenn sie manchmal anstrengend ist. Ich will sie aber auch nicht aussterben lassen. Ich liebe es, manchmal die Kinder zu rufen, laut zu sein, mit ihnen zu schimpfen, weil ich weiß, dass meine Liebe für sie endlos ist.

Zurück zur Stimme

Aber zurück zur Stimme.

Unsere Stimme ist das, was uns in erster Linie Charakter gibt, was uns formt. Wenn du eine Alt-Stimme hast, wirst du andere Dinge mögen und anziehen als jemand, der eine Sopran-Stimme hat. Okay, vielleicht eine Mutmaßung – und was, wenn sie stimmt?

Entdecke deine Stimme wieder

Für all diejenigen, die ihre Stimme wieder entdecken wollen: Bald gibt es ein kleines Workbook zu diesem Thema. Damit kannst du beginnen, deine eigene Stimme neu zu erforschen und ihr wieder Raum zu geben.

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