Über Inimei

Über Inimei | Güli


„Mein Vater sagte immer: Dein Instrument sollte deine Stimme begleiten, nicht andersherum.“


Ich bin Inimei | Güli – und meine Geschichte liest sich wie ein Buch. Ein Buch über Rhythmus, Rebellion und die Suche nach der eigenen Stimme.

Geboren als alevitische Türkin in Deutschland, zwischen zwei Welten, habe ich erst spät begriffen, dass genau diese Vielfalt meine Kraft ist.


Zwischen zwei Welten

Das Baby auf dem Arm bin ich übrigens

Geboren in der Türkei, aufgewachsen in Deutschland – meine Eltern waren klassische Gastarbeiter. Laut, lebendig, nicht perfekt. Am Esstisch wurde über Menschlichkeit diskutiert, manchmal auch gestritten.

Ich wuchs zwischen Kung-Fu-Filmen und Michael Jackson auf, zwischen Fußballplätzen und ersten Hip-Hop-Jams. Getanzt, gezeichnet und gesungen habe ich schon immer. Aber dass meine Stimme wirklich Kraft hat? Das habe ich erst viel später begriffen.


Die Schule des Breakens

Mit 20 fing ich an zu breaken. Spät? Vielleicht. Aber genau richtig für mich.

Als einziges B-Girl in meiner Szene musste ich mir jeden Zentimeter Respekt erkämpfen. Die meisten lachten über mich – das wurde mein größter Antrieb. Dreimal die Woche Training, 1-2 Stunden, plus Üben zu Hause.

Dort lernte ich die wichtigste Lektion meines Lebens: Du wirst nur besser, wenn du auch alleine trainierst. Selbstdisziplin. Glaube an dich selbst. Liebe zur Musik. Nimm alles ernst aber am Ende ist es nur Tanzen (sagte Freeze La Rock immer, möge seine Seele in Frieden ruhen).

Mein Mentor „True“ aus New York (Myspace sei Dank!) zeigte mir die Seele von Funk und Hip-Hop. Ich „diggte“ Musik bei eMule und YouTube wie andere Leute nach Gold graben. Und ich fand es. Er erklärte mir die Geschichte von HipHop, wie es „wirklich war“. Leider habe ich das Notebook nicht mehr, auf dem alles gespeichert war. Aber so manche Erinnerung ist mir doch noch geblieben.


Von der Bewegung zum Klang

Beim Tanzen grölte ich alle Songs mit – und plötzlich wurde ich gefragt, ob ich nicht Vocals auf einer House-Party machen will. „Funk meets House.“ Das war meine erste Bühne als Sängerin.

Aber ich wollte mehr. Ich wollte selbst Musik machen.

Mit 25 ging ich in die Alevitische Gemeinde zum Gitarrenkurs bei Kurtulus Cengel. Dieselbe Selbstdisziplin, die ich beim Breaken kultiviert hatte, trug mich. Ich war die Einzige, die sang, leider – und trat vor bis zu 1.000 Menschen auf. Ich wollte immer das alle singen. Schon da habe ich das Gefühl gehabt, das es wichtig ist, auch mit der Stimme an dem Spiel teilzunehmen.

Auf einem Konzert in der Alevitischen Gemeinde mit 1.000 Zuschauern

Als ich mal wieder zum Tanztraining im Forum der Jugend ging, hörte ich immer wieder diesen türkischen Chor im Obergeschoss. Jedes Mal hatte ich Gänsehaut. Irgendwann nahm ich meine Gitarre, ging hoch und sang einfach mit.

Das Tanzen? Wurde unwichtiger. Die Türksiche Musik hatte mich vollständig. Zurück zu einem Teil meiner Wurzeln.


Drei Kinder, drei Türen

Auf einer Geburtstagsparty lernte ich den Vater meiner Kinder Adrian kennen. Er produzierte auch die Tracks, die man von mir auf allen Streaming Plattformen findet.

Meine erste Tochter wurde geboren – kein Ende, sondern ein Neuanfang.

„Mit jedem Kind wirst du wiedergeboren“, sagt man…Geschwommen und Fahrrad gefahren fast bis zur Geburt 😀

Natürlich konnte ich nicht mehr mit der Klampfe durch die Clubs ziehen. Aber ich fand immer Zeitfenster. Dank Social Media konnte ich meine Musik trotzdem in den Äther schicken.

Unser zweites Zu Hause: Der Luisenpark Mannheim | Ein wenig raus aus dem Ghetto

Vor der Geburt meines zweiten Sohnes packte mich der Drang, Bass zu spielen. Ich kaufte einen Höfner Violin Bass – er begleitet mich bis heute. Der Bass veränderte alles nochmal.

Mein drittes Kind brachte dann einen weiteren Spirit: noch mehr Tiefe in meiner musikalischen Praxis. Und später, 2024, kam die Erbani dazu – eine Rahmentrommel aus dem Nahen Osten, die meinem Sound eine neue Dimension gibt.

Heute spiele ich Bass, Gitarre, Erbani – und singe natürlich auch.


Warum ich tue, was ich tue

Ein absolut wunderbarer Moment im Monkeys mit Bass am Singen

Ich mache Musik nicht, um Popstar zu werden. (Obwohl – ja, natürlich will ich Menschen berühren. Warum um den heißen Brei reden?)

Ich mache Musik, schreibe und dichte, um seelisch gesund zu bleiben.

„Inimei“ ist mein Soul-Imprint. Eine Eingebung aus meinem Unterbewusstsein. Inimei bedeutet auf Estnisch „Mensch“ – und dieser Begriff wird wichtiger denn je in unserer Zeit.

Jeder Ton ist eine Frequenz und jede Frequenz ein Teil vom Leben.

Frequenzen bestimmen unser Leben – genauso real wie Wi-Fi.

Mein Vater sagte immer: „Dein Instrument sollte deine Stimme begleiten, nicht andersherum.“ So spiele und singe ich. Meine Instrumente sind nicht nur Werkzeug – sie sind das Tor zu meiner Seele.

Manchmal denke ich: Hättest du früher angefangen…?

Aber dann weiß ich: Es geht nicht darum, die beste Version seiner selbst zu werden. Es geht darum zu wissen, wer man tief drinnen wirklich ist.

Und es ist nie zu spät, sein Potenzial zu entdecken.


Meine Reise (etwas lustiger)

🥋 1982-1987 | KUNG-FU & BEWEGUNG
Kung-Fu-Filme nachgeahmt (meine unbewusste Vorbereitung fürs Breaken)

💃 1987-1992 | TANZ & FUSSBALL
Michael Jackson, Rock ’n‘ Roll, Straßenfußball

🎧 1995-2000 | ERSTE JAMS
Jungle, House-Parties, Hip-Hop. Erste Rap-Versuche (aber noch nicht getraut)

🔥 2001-2008 | BREAKING ERA
Aktives B-Girl. Crews gegründet. Mentor „True“ aus NYC (via Myspace!)

🎸 2006-2013 | GITARRE
Alevitische Gemeinde, Kurtulus Cengel, erste Auftritte vor 1.000 Menschen

👶 2014 | ERSTE TOCHTER
Start von „Orient in Okzident“ (zweimal in Einzelteile zerlegt, aber nie aufgegeben)

🎤 2016 | ZWEITER SOHN
„Kirprenses“-Journey beginnt (die Prinzessin des Drecks 😄)

🎸 2017 | DRITTES KIND & BASS
Der Bass kommt in mein Leben (Höfner Violin Bass) – mein drittes Kind brachte diesen neuen Spirit

🎵 2021 | EP „OUT FROM THE UNDERGROUND“
Hommage an meine musikalische Reise (Remake geplant!)

✨ 2022 | SINGLE „CHILDREN OF LIGHT“

🎶 2023-2025 | ORIENTALISCHER CHOR
Bass spielen auf Türkü richtig gelernt

🥁 2024 | ERBANI
Die Rahmentrommel kommt in mein Leben – ein neues Kapitel beginnt

🌟 WAS KOMMT JETZT?
Das schreiben wir gemeinsam…



Lass uns gemeinsam entfalten

Willkommen in meinem „Kitchen“ :-). Eine Mutter die immer noch das macht wofür sie brennt. Die Kunst. Hier geht’s um Frequenzen, Menschlichkeit und die Reise zu sich selbst.

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